Event • Bremen Classic Motorshow • 2024

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Bremen im Winter …

Oder die Bremen Classic Motorshow 2024

In diesem Jahr hatten wir teils heftige Wintertage und die erste Oldtimermesse des Jahres, beginnt ja traditionell, im Februar des Jahres. Das ist bekanntlich die Bremen Classic Motorshow. Ich habe schon Fahrzeuge in dicker Jacke, über gefrorene Wege in die Hallen gefahren. Und in den Hallen ist es beim Aufbau sehr kalt und es zieht ordentlich. Aber es macht immer wieder viel Spaß, die lieben Kollegen, die vielen Händler und die vielen Oldtimerfreunde, zusehen. In Bremen beginnt die Saison, obwohl die meisten Klassiker noch in den Garagen schlummern und auf sonnige Tage warten.

Auch in diesem Jahr wurden wieder über 45.000 Besucher gezählt. Der Vorjahresrekord wurde leicht unterschritten, aber schon sehr früh, waren sämtliche Parkplätze belegt.

Alle 7 Hallen, dass Ersatzteilezelt und das Parkhaus mit den privaten Angeboten waren ausgebucht. Im Parkhaus war der Anteil an Mercedes-Benz Fahrzeugen so groß, dass die Messeleitung zu einem gewissen Zeitpunkt, keine Mercedes-Benz Young- und Oldtimer mehr zuließ!

Unser Gemeinschaftsstand der Mercedes-Benz Clubs war wieder sehr gut bestückt und 10 Clubs waren wieder mit dabei. In diesem Jahr beteiligten sich an der Messe wieder

  • der SL-Club Pagode,
  • der MVC,
  • der R129-Club,
  • der W/C 107 Club,
  • die Mercedes-Benz AG,
  • der W123 und W124 Club,
  • der W201 und 16 V Club und last but not least,
  • unser Club der 190 SL Club.

Damit hatten wir wieder eine schöne bunte Fahrzeugpalette, mit nach Bremen gebracht. Am ersten Tag kamen über 18000 Besucher und zu Hans-Jürgen, Reimund, Friedhelm und zu meiner Freude, auch sehr viele Clubmitglieder. Viele unserer Clubfreunde kamen zu einem kleinen Plausch und einer schönen Tasse Kaffee vorbei.

Auch unsere beiden 190 SL waren ständig umlagert, besonders der 56er anthrazitfarbene 190 SL, mit einer roten (DB 1079) Lederausstattung und Kübelsitzen. Auch die anderen Komponenten dieses Fahrzeuges, wie der Motorraum, waren sehr gut vorzeigbar. Da neben uns auch noch Gerds anthrazitfarbene 280 SL-Pagode stand, hatten wir keinen Zuschauermangel! Insgesamt war unser gesamtes Standareal sehr gut besucht!

Am Freitag war ich bis 17 Uhr nahezu ununterbrochen im Gespräch und hatte bis zu diesem Zeitpunkt, nicht viel von der Messe gesehen. Am nächsten Tag, hatte ich dann Gelegenheit, mir einen Teil der ausgestellten Fahrzeuge anzuschauen. 190 SL wurden zu Preisen von 99000.-Euro bis 150000.- Euro angeboten. 2 190 SL waren von Anbietern aus Schweden. Ein mäßiger roter 190 SL mit nicht gut gemachter Innenausstattung (99000.-Euro) und ein silberner 190 SL aus 2ter Hand für 105900.-Euro im Zustand 2-3. Ein weiterer silberner 190 SL mit schwarzer Innenausstattung ( Note 3+) sollte 125000.- Euro kosten. Ebenso ein weißgrauer (DB158) mit roter Innenausstattung (hier wohl DB 1088) für glatte 125000.-Euro. Am Donnerstag sah ich auch den schwarzen 190 SL mit Breitreifen und dem extremen negativen Sturz. Leider konnte ich nicht viele näheres zu dem Fahrzeug erfahren. Das Fahrzeug machte aber einen eher schlechten Eindruck. Besonders die Innenausstattung war sehr verbraucht!

In Halle 6 sah ich ein sehr seltenes Cabrio. Einen OPEL OLYMPIA von 1950, mit 47 Pferdestärken und 1488 ccm. Dieses unrestaurierte Fahrzeug sollte bei einem schwedischen Händler 28.900.-Euro kosten. Weiter ging mein Rundgang und ich kam an BMW 02 Turbo vorbei. Dieser originale 02er wurde von 1973-1975 in einer Stückzahl von 1672 Exemplare produziert. Der Preis 139000.-Euro. Ebenfalls sehr selten, ein SIMCA 1200 S BERTONE Coupe von 1968. In den Jahren 1967 – 1971 wurden 14741 Fahrzeuge produziert. Der Preis 34.900.-Euro. Ganz in der Nähe stand ein weißes Porsche 911 Coupe zu Verkauf. Dieses F Model von 1967 stammt aus einer frühen 300er Serie und war in Pepita ausgekleidet. Die Restaurierung verschlang 135000.- Euro und 911er sollte 199,900. – Euro kosten. Die Firma KLATT stellet 3 wunderschöne Vorkriegsoldtimer aus. Ein Mercedes-Benz 500 K Cabrio B, ein 540 K Cabrio C und ein 500 K Spezialroadster. Alle 3 , sehr schöne Fahrzeuge! Wer sich für den Pagoden SL- Baureihe interessierte. Es gab viele dieser Fahrzeuge zum Preis von 69000.-Euro – 170000.-Euro. Mein Weg führte weiter in das Parkhaus zu den privaten Verkäufen. Hier konnten allerdings auch Händler ihre Fahrzeuge anbieten und die Preisspanne begann bei ca.8000.-Euro. Das Angebot war sehr Mercedes-Benz lastig, so dass sich die Messe entschloss, zu einem gewissen Zeitpunkt, keine Mercedes-Benz Fahrzeuge mehr zuzulassen! Hier waren besonders viele Youngtimer angeboten worden, viele Mercedes-Benz der Baureihen w123, W124 und W126. Ein brilliantsilberner 420 SE W126 mit gerade einmal 93000 Km sollte 20000.-Euro kosten und war schnell verkauft. Ein 300TE Kombi mit 180000km kostete 13.500.-Euro. Am Nachmittag schauten Reimund und ich uns auf Wunsch noch ein Mercedes-Benz 220 A Cabrio für 99000.- Euro an. Dieses Fahrzeug war außen mittelrot (DB516) lackiert und präsentierte sich überwiegend im Zustand 3- (der Innenraum im Zustand 4) Das Fahrzeug lief gut, aber leider konnten wir das Fahrzeug nicht bewegen.  Ganz in der Nähe stand ein sehr originaler FORD-Capri 1700 GT aus Schweden, für 22000.-Euro. Ein Mercedes-Benz 380 SEC wurde für gerade einmal 8000.- Euro angeboten. Das Auto stand hinten höher als vorne. Der Lack musste aufbereitet werden und die Innenausstattung hatte neues Leder bekommen. Leider war die Sattlerarbeit eher mäßig ausgeführt worden und das Leder sehr faltig. Auf unseren Rückweg kamen wir noch an einen sehr seltenen VW – Schwimmwagen vorbei. Ich habe diese Fahrzeuge vor ca. 30 Jahren, bei einem Treffen an der Aller in Celle erlebt. Faszinierend wie diese alte Technik funktionierte! Der Preis? Gegen Gebot. Ich denke bestimmt 6-stellig.

So vergingen 3 Messetage wie im Fluge und pünktlich am Sonntagabend gegen 18.00 Uhr konnten wir wieder alles abbauen, die Autos im Regen verladen und nach Hause fahren.

Frank Erbeck

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