190 SL-Revue • Beitrag • Der Mercedes-Benz 190 SL  und die MILLE MIGLIA 

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Der Mercedes-Benz 190 SL  und die MILLE MIGLIA 

Beitrag

Die Route.

Bildquelle: https://www.fcaheritage.com/de-de/heritage/news/1000-miglia-route-2022

Der Mercedes-Benz 190 SL  und die MILLE MIGLIA 

Neueste Erkenntnisse ermöglichen dem Mercedes-Benz 190 SL die Teilnahme an der heutigen Mille Miglia: Denn mitfahren dürfen ausschließlich Fahrzeuge des ursprünglichen Straßenrennens, das von 1927 bis 1957 ausgetragen wurde – und ein 190 SL startete 1956 bei den anspruchsvollen „1000 Meilen“ von Brescia nach Rom und zurück. Damals waren insgesamt 15 Mercedes-Benz am Start, darunter sechs Werkswagen: drei Spezial-Tourenwagen vom Typ 220 „Ponton“ und drei 300 SL „Gullwing“.

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Stuttgart. – Er debütierte 1954 zusammen mit dem Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ (W 198) auf der International Motor Sports Show in New York – der 190 SL (W 121). Auch stilistisch ähnelt er dem berühmten Supersportwagen, wobei er von vornherein als Roadster angeboten wurde. Recherchen in den Archiven von Mercedes-Benz Classic führten nun zu der überraschenden Erkenntnis, dass sich bei der Mille Miglia 1956 unter den neun privat gemeldeten Teilnehmern auf Fahrzeugen der Marke nicht nur weitere 300 SL „Gullwing“ befanden, sondern auch ein 190 SL. Auf Basis dieser Information, die durch die im Museo Mille Miglia in Brescia archivierten Unterlagen bestätigt wird, hat Mercedes-Benz Classic den Veranstalter der heutigen Mille Miglia gebeten, den 190 SL auf die Liste der zur Veranstaltung zugelassenen Fahrzeuge zu setzen.

„Wir freuen uns, dass es ein weiteres Mercedes-Benz Fahrzeug für die Mille Miglia gibt. Das eröffnet noch mehr Fans der Marke die Teilnahme“, sagt Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Classic und Kundencenter. „Der 190 SL hat in den vergangenen Jahren einen starken Aufwind als Sammlerfahrzeug erlebt. Er steht in einer Reihe mit den vielen anderen begehrenswerten Fahrzeugen von Mercedes-Benz.“

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Der Mercedes-Benz 190 SL wurde zur Mille Miglia 1956 vom französischen Fahrerteam Michel Bianco / Jean Loup Pellecuer gemeldet. Er hatte die Startnummer 347, entsprechend einer Startzeit von 3:47 Uhr morgens, und belegte nach einer Fahrzeit von 16 Stunden, 6 Minuten und 15 Sekunden Platz 121. Der Grund, weshalb die damalige Teilnahme des 190 SL auch in Fachkreisen weitgehend unbekannt, ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass das Fahrzeug in den offiziellen Mitteilungen des Automobilclubs von Brescia seinerzeit nur als Mercedes – ohne weitere Typenbezeichnung – genannt ist.
Diese Sachlage eröffnet dem in Sammlerkreisen beliebten Roadster die Teilnahme an der Mille Miglia. Insgesamt 25.881 Fahrzeuge vom Typ 190 SL wurden gebaut . In Deutschland kostete der elegante Luxus-Sportwagen seinerzeit 16.500 Mark.

Soweit der Pressetext unseres  Mutterhauses. Allerdings muss noch dazu gesagt werden, dass ausschließlich die 190 SL Besitzer sich bewerben können, die einen 190 SL der Baujahre 1955, 1956 und 1957 besitzen, da ja die Mille Miglia  1957 eingestellt wurde. Ich bin einmal mehr gespannt, wie viele 190 SL Besitzer sich in diesem Jahr mit Ihren Fahrzeugen beworben haben und wie viele zugelassen wurden? Vielleicht meldet Ihr Euch bei mir mal?  Allerdings ist die Mille natürlich auch so eine Reise wert, Wir Männer vom Stammtisch Hannover und Hamburg hatten letztes Jahr sehr viel Spaß in Oberitalien bei wunderschönem Wetter und ich weiß schon, dass 2 Kollegen wieder nach Brescia fahren. Sicherheitshalber habe ich auch schon in dieser Zeit Urlaub genommen und wenn ich kann, fahre ich auch zur MM. Letzten Mai war uns auch das Wetter hold und wir erlebten schöne frühsommerliche Tage in Brescia und am Gardasee.  Besonders die Orte Sirmione mit der sehenswerten schönen Altstadt und der Ort Desenzano del Garda hatten es uns angetan. Das dabei auch die  kulinarischen Genüsse nicht zu kurz kamen, versteht sich! Dabei erwies sich unser Clubfreund Michael Sternberg als sehr guter Reiseführer. Besonders gut hat mir auch das Stadtfest in Brescia anlässlich der Mille Miglia gefallen. Erwähnenswert sind natürlich auch die Besuche in Maranello und Saint`Agata Bolognese, bei Ferrari und Lamborghini gewesen. Das Museo de Mille Miglia ist dabei in Brescia ein absolutes Muss! Sehr ausführlich ist hier die Historie der Mille Miglia dargestellt und man begreift eigentlich erst hier, welche Bedeutung dieses Rennen in der Welt hatte. Ich wünsche allen die nach Oberitalien fahren eine gute Anreise. Vielleicht sehen wir uns ja?

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Frank Erbeck

190 SL • Technik • Tipps • Weitere • Werkstätte • Motor

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Leserbrief von Karl Röser zum Thema: Werkstätten

– Beitrag in der 190 SL-Revue • 2022-03 –

Beitrag

Hallo Frank

zum Thema 190 SL Motorüberholung kann ich noch ein paar positive Mitteilungen machen.

Soweit man das positiv nennen kann, denn es hat schon eine Stange Geld gekostet, wenn auch meiner Meinung nach nicht überhöht. Nun dafür habe ich jetzt wieder einen runderneuerten Motor, mit dem ich hoffentlich noch lange Spaß habe. 

Im letzten Jahr wolltest Du in irgend einer 190 SL Revue Info hören, falls jemand eine gute Werkstatt für Oldtimer kennen gelernt hat. Hierzu habe ich eine gute Adresse gefunden. 

Genau genommen habe ich mit meinem W 126 schon vor Jahren dort gute Erfahrung gemacht. 

Dabei handelt es sich um einen Mercedes-Benz Vertragshändler, der Fa. KBM (Karl Breisig Motorfahrzeuge). Vielleicht erinnerst Du Dich noch bei unserem Treffen 2007 in Weilburg, dort hatten wir bei einem solchen Betrieb in Limburg auf Kaffee und Kuchen Rast gemacht. 

Nun ist es aber nicht so das alle KBM Betriebe sich auf Oldtimer stürzen, dem ist gar nicht so. 

Beim gleichnamigen Betrieb in Neuwied hatte ich vor Jahren den Meister Sven Benner kennen gelernt, der mit Interesse und Sachverstand mir den W 126 wieder flott machte. Dann hatte ich für eine kurze Zeit den Kontakt zu Sven Benner verloren und mich gewundert weshalb sich plötzlich in dem Betrieb keiner mehr so vehement diesen Fahrzeugen annimmt. Auf Nachfragen wurde mir dann mitgeteilt das er jetzt als Betriebsleiter im KBM Betrieb in Weilburg die Leitung hat. 

Nun, das kam mir gerade recht, da ich bekanntlich ja den Motorschaden am 190 SL hatte, habe ich u. a. auch bei ihm nachgefragt. Andere Anbieter wollten entweder aus meiner Sicht zu viel Geld haben oder die Rep. gestaltete sich umständlich. Bei einer Motorinstandsetzungs- Firma hätte ich zwar einen guten Preis bekommen, hätte aber extern für den Ausbau und den Transport des Motors sorgen müssen. Davon habe ich dann abgesehen, denn wenn hinterher etwas nicht stimmt, hat man mit zwei Firmen zu tun, wo das Problem u.U. einer auf den anderen schiebt. In dem Fall bin ich dafür einen Ansprechpartner zu haben. 

Herr Benner hat mir auf Anhieb einen wie ich meine, fairen Komplettpreis gemacht inklusive Ein- u. Ausbau und bei Austausch aller Verschleißteile, die zu einer Motorinstandsetzung gehören. 

Wie sich herausstellte waren die Zylinder schon auf das letzte Maß aufgebohrt. Ich konnte aber dennoch den Motor retten weil man so umsichtig war, nicht nach einem anderen Motorblock Ausschau zu halten, sondern hat die alten Büchsen herausgedreht und neue Büchsen eingesetzt. Damit habe ich immer noch die originale Motornummer wie sie im KFZ Brief steht. Als Service hat man den Wagen ohne Zusatzkosten bei mir mit dem Trailer abgeholt und wieder angeliefert. Mittlerweile hat er mir sogar für den W 126 ein Austausch Automatikgetriebe beschafft und eingebaut, auch hier zu einem Angebot das ich nicht ablehnen wollte. Herr Benner hat das Wissen und den Willen die alten Autos auf der Straße zu halten und hilft wo er kann. Das zeichnet ihn besonders aus. 

Eine weitere Firma ist hier ebenfalls positiv in Erscheinung getreten: Die Firma IOZ in Mülheim Kärlich. Diese Firma kümmert sich ausschließlich um Vergaser- Einspritz- und Zündanlagen an Motoren, überwiegend für Oldtimer. Auch mit dem Solex PHH 44 Vergaser ist man gut zurecht gekommen und hatte sogar noch Ersatzteile hierfür am Lager. Die Leitung dieser Firma obliegt der Frau Anette Hue, die sich in ihrem Metier bestens auskennt. An Fahrzeugen fand man auf dem Werkstattgelände die Oldtimergilde in großer Anzahl wieder: Vom Austin Healey über Morgen +8, Mercedes W 111 Coupé, VW und Karmann Ghia usw. 

Der Motor läuft nach dieser Frischzellenkur rundum wieder sauber wie vorher. 

Es wird allerdings immer schwieriger für die Wagen die Leute mit Sachverstand zu finden. Bei einem anderen KBM Betrieb winkt man z. B. höflich ab, wenn es um Oldtimer geht, seitdem der Meister aus meinem Geburtsjahrgang ebenfalls verrentet ist. 

Mit freundlichen 190 SL Grüßen von der Mosel 

Karl Röser

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190 SL-Revue • Beitrag • Vergleich 190 SL mit dem Isabella Cabrio

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Vergleich 190 SL mit dem Isabella Cabrio

– Beitrag in der 190 SL-Revue • 2022-03 –

Beitrag • Vorwort

Im vergangenen Juni klingelte einmal mehr mein Telefon und am anderen Ende des Hörers, war Christian Steiger, der mir besonders als Redakteur der MOTOR KLASSIK und als Autor seines Buches über „Rosemarie Nitribitt“, sehr bekannt war. Christian fragte an, ob ich einen 190 SL Besitzer kennen würde, der sich gerne zu einem Vergleich, mit einem der seltenen Borgward Isabella Cabrios, zur Verfügung stellen würde.

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190 SL-Revue • Beitrag • Vergleich 190 SL mit dem Isabella Cabrio • Beitrag

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Vergleich 190 SL mit dem Isabella Cabrio

– Beitrag • 190 SL-Revue • 2022 • 3. Quartal –

Beitrag

Im vergangenen Juni klingelte einmal mehr mein Telefon und am anderen Ende des Hörers, war Christian Steiger, der mir besonders als Redakteur der MOTOR KLASSIK und als Autor seines Buches über „Rosemarie Nitribitt“, sehr bekannt war. Christian fragte an, ob ich einen 190 SL Besitzer kennen würde, der sich gerne zu einem Vergleich, mit einem der seltenen Borgward Isabella Cabrios, zur Verfügung stellen würde.

Da der Besitzer des seltenen Isabella Cabrios aus dem Ruhrpott kommen würde, sollten wir uns möglichst in Lippstadt treffen. Als Profifotograf wurde Andreas Beyer engagiert, der schon viele großartige Autos für viele Fachzeitschriften, in das rechte Licht gerückt hatte. Nach kurzer Überlegung fragte ich bei unserem Clubfreund Reimund Wendt nach, ob er mit mir nach Lippstadt kommen würde, da er ja nicht weit von Lippstadt in Paderborn wohnt. 

Gesagt getan, wir hätten mehrere 190 SL zur Auswahl gehabt und wir entschieden uns für den sehr gut restaurierten 190 SL von Clubmitglied Gerd Birkenmeier, dessen anthrazitfarbener 190 SL, mit einer cognacfarbenen Innenausstattung, bei Reimund zum Service war. 

Wir trafen uns am Sonntag den 26 Juni morgens um 11.00 Uhr auf dem Rathausplatz in Lippstadt und schon konnte die Arbeit beginnen. Bendikt Große-Hovest, der Besitzer des Borgward Isabella Cabrios, dass am Heck den Schriftzug des Coupes hatte, war schon zugegen und schnell waren wir im gegenseitigen Austausch vieler Informationen. Andreas Beyer und Christian Steiger besprachen alle Einzelheiten mit Reimund und Benedikt. Schon mussten sie den Anweisungen von Fotograf Andreas Beyer folgen. Mittlerweile waren auch einige interessierte Zuschauer auf uns zugekommen und wir beantworteten viele Fragen zu den Autos. Die beiden Fahrzeuge kamen beim Publikum sehr gut an und mancher wusste einiges von der Firma Borgward zu berichten. Von diesem Borgward Cabrio wurden gerade mal 15 Stück gebaut und das Auto hatte 75 Pferdestärken und fuhr etwa 150 km/h schnell. Fertiggestellt hatte diese Autos die Firma Karl Deutsch. Der Preis lag zwischen 15600.- und 17000.- DM. Dagegen hatte der 190 SL 105 PS zu bieten und er war etwa 170 km /h schnell. Es wurden immerhin 25881 Stück gebaut. Der Preis lag bei 16500.- DM aufwärts. Auch die beiden Armaturentafeln waren sehr unterschiedlich bestückt. Das Armaturenbrett des 190 SL wirkte sehr Mercedestypisch, klar und aufgeräumt. Dagegen hatte das hübsche Armaturenbrett der Isabella doch einige Unterschiede aufzuweisen. Besonders fielen mir die beiden Aschenbecher auf, denn Borgward war ein starker Zigarrenraucher und auch die vielen weißen Funktionstasten, fand ich sehr interessant, aber auch gewöhnungsdürftig. Doch beide Fahrzeuge besaßen sehr attraktive Karosserien mit vielen Rundungen, die bei der Kundschaft, besonders gut ankamen. 

Nach dem ausgedehnten Fotoshooting fuhren die Vier zu den Fahraufnahmen und es kamen am Ende sehr viele echte Profifotos von Andres Beyer hervor, die ich gerne mit Erlaubnis veröffentliche. 

Auf den nächsten Seiten habe ich Euch noch den Bericht aus der Oldtimermarkt vom August 2022 drucken lassen, damit ihr einmal seht, wieviel Arbeit in so einer aufwendigen Gegenüberstellung steckt. 

Frank Erbeck

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190 SL-Beitrag • 2022 • Sabra Sport • Beitrag

Quelle: 190 SL-Revue und Webseite des Veranstalters

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Die israelische Automobilindustrie seit der Staatsgründung 1948 ist sehr übersichtlich und sie beschränkte sich hauptsächlich auf Geländewagen und Lastwagen für die heimischen Streitkräfte wie die Polizei.

Die zivilen Autos zwischen 1960 und 1980 kamen von Autocars Co. In Haifa und wurden sie unter dem Markennamen Sabra hergestellt, so auch unser hier beschriebener Roadster. 

Das Wort „Sabra“ heißt auf Hebräisch sowohl „Kaktus“ als auch „in Israel geboren“. 

Der Autocars-Boss Yitzak Shubinsky wollte den US-Markt fluten und ersann deshalb den Roadster. 

Er beauftragte den Briten Leslie Ballamy mit der Kostruktion der Radaufhängungen, den ebenfalls britischen Kunststoffkarosserie-Hersteller Ashley Laminates mit dem Roadster-Design. 

Reliant erstellte das Chassis und sollte das Ganze koordinieren, mit dem Ford 1,7 Liter Consul-Motor zusammenführen und die ersten Exemplare 1961/62 auch produzieren. 

100 Stück aus britischer Reliant-Fertigung gingen in die USA, danach nochmal 41 Exemplare aus israelischer Produktion. 

Den Roadster gab es 1964-1967 bis zum Beginn des 6 Tage-Krieges Made in Israel, wobei es sich jedoch ausschließlich um die Montage handelte, denn sämtliche Teile wurden importiert. 

Zuletzt gab es auch eine GT Coupe-Ausführung, welche kein Verkaufshit wurde. 

81 Sabras wurden nach Belgien exportiert, denn Israel war eben keine Automobilnation und so hatten potentielle Käufer wenig Vertrauen. 

Das Foto vom Ausstellungsstand auf dem Genfer Salon 1963 wirbt gleichzeitig für Jaffa Grapefruits, dem in meiner Kindheit einzigen bekannten Exportartikel aus Israel. 

Das dort gezeigte Coupe wurde bis 1967 gebaut, verfügte über 90 PS aus dem 4 Zylindermotor. Dies reichte für eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Es gab Scheibenbremsen vorn. 

Das kreisrunde Sabra-Logo zeigt bildlich besagten Kaktus und natürlich durfte der David-Stern auf dem Standareal nicht fehlen. 

Der Importeur in Lausanne veranschlagte 16.250 Schweizer Franken in 1963. 

Für den in Haifa gebauten Roadster gab es auch ein Hardtop, was dem Sportwagen gut stand. 

Doch warum sollten Sportwageninteressierte einen Sabra aus Israel kaufen, wenn sie für das gleiche Geld einen Triumph oder MG als Roadster bekamen. 

Zuletzt produzierte Reliant in England auch komplette Sabras und verkaufte sie unter der Bezeichnung Reliant Sabre jetzt mit 2,6 Liter Ford-Sechszylindermotor. 

Insgesamt wurden in England und Israel 279 Sabra Sport als Roadster und Coupe gebaut. Vom Reliant Sabre entstanden 77 Stück wie Alexander F. Storz, der die Story zu diesem Artikel lieferte in Ausgabe 5 dieses Jahres von Caramini berichtet. 

Sein Fazit am Ende: Ein hübscher Wagen, aber ein totaler Flop, womit er die Geschichte des Sabra Sport sicherlich in der Automobilhistorie richtig eingeordnet hat. 

Wilfried Steer

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190 SL-Beitrag • 2022 • 02 • Sachen gibt es, oder der besondere 190 SL …

Quelle: 190 SL-Revue

Sachen gibt es, oder der besondere 190 SL …

– Beitrag • 190 SL-Revue • 2022 • 2. Quartal –

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Dieses Jahr durften wir 3 190 SL auf die Techno Classica mitbringen, wobei eines dieser Fahrzeuge in der Ahnengalerie der Mercedes-Benz Klassiker ausgestellt werden sollte. Wir entschieden uns für den weißen 190 SL von Ralf, der sich besonders durch seine Originalität auszeichnete. Dieses Auto war noch nie lackiert worden und auch das Interieur war ebenfalls noch sehr original. Dieser SL ist ein Heimkehrer aus den USA und alle seine originalen Dokumente sind vorhanden.

Das Besondere an diesem Auto erkennt man nicht unbedingt auf dem ersten Blick und das eher ungewöhnliche ist, dass der 190 SL nach Abnahme der Kiemenleisten und anderer Chromteile, darunter nur grundiert gewesen ist! Wie konnte das sein? Beim nachmessen des Lackes mit einem Schichtdickenmesser hatte dieser 190 SL gleichbleibende Werte zwischen 70 bis 100μ. War also nicht nachlackiert. 

Am Abend saßen Reimund und ich mit Michael Rapp und Peter Kümmel, 2 erfahrenen 300 SL Spezialisten beim Abendessen zusammen und diskutierten diesen Fall. Und nicht nur ich, hatte von einer damaligen offensichtlichen Besonderheit in der Produktion gehört, dass Fahrzeuge zu der damaligen Zeit, wenn es noch keinen Kundenauftrag dafür gab, nur grundiert worden sind. Aber alle Anbauteile vorab am Fahrzeug montiert wurden. Wenn es dann zu einem Vertrag für dieses Fahrzeuge kam, wurde die Chrom – und Anbauteile sorgfältig abgeklebt und der Farbauftrag konnte beginnen. Ich hatte so ein Fahrzeug noch nie gesehen und konnte mir so ein Verfahren auch nicht vorstellen. Hat jemand von Euch vielleicht ein ähnliches Fahrzeug im Besitz, oder ähnliches erfahren? Ich bin gespannt auf eure Antworten. Bitte schreibt mir. 

Viele Grüße: 

Frank Erbeck 

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190 SL-Revue • Beitrag • Mercedes-Benz 600

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Mercedes-Benz 600 „Großer Mercedes“ (W 100) feiert 1963 Premiere

– Beitrag in der 190 SL-Revue • 2023-02 –

Beitrag • Vorwort

Mercedes-Benz Classic  • Presse-Information  • 4. April 2023 

• Höchster Fahrgastkomfort, höchste Sicherheit und hervorragende Fahrleistungen 

• Exklusives Repräsentationsfahrzeug auch als Pullman-Limousine und Landaulet 

• Aufwendige Hydraulik für zahlreiche Komfortausstattungen 

• Den „Großen Mercedes“ von 1963 im Jubiläumsjahr 2023 erleben 

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190 SL-Revue • Beitrag • Alleine im Mercedes-Benz-Museum 

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Alleine im Mercedes-Benz-Museum 

– Beitrag in der 190 SL-Revue • 2022-01 –

Beitrag • Vorwort

Der 190 SL vom NASA Astronaut David Randolph Scott

In zahlreichen Stammtisch Expertengesprächen geht es immer wieder um das eine große Thema, die Originalität von unseren Fahrzeugen und deren unterschiedlichen Bauteilen je nach Produktionszeitraum. Da stellt sich doch die Frage wo findet man heutzutage noch ein sehr originales Referenzfahrzeug, vielleicht doch beim Hersteller? 

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190 SL-Beitrag • 2022 • Alleine im Mercedes-Benz-Museum • Beitrag

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Alleine im Mercedes-Benz-Museum Der 190 SL vom NASA Astronaut David Randolph Scott

– Beitrag • 190 SL-Revue • 2022 • 1. Quartal –

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In zahlreichen Stammtisch Expertengesprächen geht es immer wieder um das eine große Thema, die Originalität von unseren Fahrzeugen und deren unterschiedlichen Bauteilen je nach Produktionszeitraum. Da stellt sich doch die Frage wo findet man heutzutage noch ein sehr originales Referenzfahrzeug, vielleicht doch beim Hersteller? 

Nach Rücksprache mit dem MB Classic Center in Fellbach wurden wir mit unserer Anfrage an das Mercedes-Benz-Museum verwiesen, da es zur damaligen Zeit von 1955 – 1963 noch keine sogenannten Bandabläufer gab, d.h. während der laufenden Produktion wurde das letzte Fahrzeug nicht verkauft, sondern direkt in den „Heiligen Hallen“ abgestellt und gesammelt. 

Am Montag, den 11. Oktober 2021 war es dann soweit. Mehrere begeisterte Teilnehmer*in vom Stammtisch Stuttgart bekamen die Gelegenheit einen originalen 190 SL im Mercedes-Benz-Museum zu besichtigen. An diesem Tag war das Museum für die Öffentlichkeit geschlossen, sodass wir die Möglichkeit hatten das Fahrzeug detailliert und ungestört von der Nähe zu untersuchen. Selbstverständlich wurde alle erforderlichen Corona Verordnungen eingehalten. Freundlich wurden wir vom Mercedes-Benz-Museum begrüßt und bekamen zuerst eine kleine Geschichte aus der „Lebensakte“ über das Objekt der Begierde erzählt. 

Im unrestaurierten Originalzustand befindet sich der offene Zweisitzer des NASA Astronauten David Randolph Scott im Mercedes-Benz-Museum. Ende der 1950er-Jahre stand R. Scott als Jetpilot im Dienst der US Air Force und war in den Niederlanden stationiert. Er kaufte den eleganten Roadster mit der graphitgrauen (DB190) Lackierung und erfüllte sich damit einen Jugendtraum. Am 2. März 1959 konnte er das Fahrzeug im Werk Sindelfingen abholen und unternahm damit Urlaubsreisen nach Schweden und Spanien. Als Scott 1960 in seine Heimat zurückkehrte, folgte ihm der Mercedes Roadster per Schiff und blieb noch viele Jahre in seinem Besitz. Im Jahr 2005 wurde das Fahrzeug der MB-Classic Fahrzeug Sammlung angeboten. Er war somit der erste und einzige Besitzer dieses Fahrzeuges. Mercedes Benz Classic bewahrt das Auto bewusst im Originalzustand auf; deshalb zeigen Lackierung und Innenausstattung noch die Spuren aus dem Alltagseinsatz. 

David Randolph Scott (* 6. Juni 1932 in San Antonio, Texas) war nicht nur Jetpilot sondern auch Luftfahrtwissenschaftler. Im Oktober 1963 wechselte er zur NASA. Schon drei Jahre später flog er an Bord der Gemini 8 zum ersten Mal ins Weltall. Am 26. Juli 1971 startete er als Kommandant von Apollo 15 und landete drei Tage später, am 31.07.1971 auf dem Erdtrabanten. Er war der siebte von bisher zwölf Menschen, die den Mond betreten haben. Bei dieser Mission spielte die wissenschaftliche Seite eine sehr große Rolle. Er führte in den 18 Stunden verschiedene Experimente in der Schwerelosigkeit durch und war auch der 1.Autofahrer auf dem Mond. Erstmals kam das Lunar Rover Mondauto (Rover 1) zum Einsatz und Scott und sein Kollege James B. Irwin fuhr mit gerade mal acht Stundenkilometern über die Mondoberfläche. Insgesamt haben die Beiden eine Strecke von 28 Kilometer auf dem Erdtrabanten zurückgelegt und dabei Gesteinsproben eingesammelt. Auf der Erde war der Astronaut lieber sportlich unterwegs und legte auch deutlich größere Strecken zurück. Der 190 SL befindet sich noch immer weitestgehend im Originalzustand. Auch die NASA Flight Research Center Plakette klebt heute noch an der Frontscheibe. 

Besondere Ausstattungsmerkmale sind das Roadster-Verdeck, Beckengurte für Fahrer- und Beifahrersitz sowie die Beschriftung aller Instrumente in englischer Sprache. 

Mit dem Aufzug ging es nun nach oben und dann kam der große Moment. Es wurden die Absperrungen beseitigt und man öffnete für uns das Museumsexponat, sodass wir das patinierte Einzelstück hautnah von innen und außen begutachten durften. Dabei wurden zahlreiche Fotoaufnahmen von Details erstellt. Am Anfang war es museumstypisch eher still und sehr ruhig bis nach einer gewissen Zeit Gedanken und Meinungen aktiv ausgetauscht wurden, insbesondere von unseren 55‘ Technik-Spezialisten. 

Was war nun unser Fazit von diesem einstündigen Besuch. Es war unheimlich toll und ein schönes Gefühl das Museum für uns ganz alleine zu haben. Wir waren uns am Ende sehr schnell einig, dass auch unrestaurierte Fahrzeuge in eine Sammlung und öffentlich ausgestellt gehören. Insbesondere Exponate mit so einer faszinierenden Historie wie mit diesem prominenten Vorbesitzer. Oldtimer wie dieser 190 SL sind sehr schöne originale Zeitzeugen und haben ihren unheimlichen Charme mit der vorhandenen Patina. War das Fahrzeug am Ende nun doch so original wie erhofft? 

Das MB Museum hatte im Vorfeld vor unserem Besuch mit dem Classic Center das Fahrzeug auf Originalität prüfen lassen und ist zu nachfolgenden Abweichungen gekommen: Zündkabel nicht korrekt verlegt, Ansaugschlauch (falsche Ausführung); rote Kühlwasserschläuche, Anschlusskabel vom Bremslichtschalter; Innenausstattung tlw. schwarz lackiert. Ein Blick unter die Schonbezüge zeigte den originalen cremefarbenen Lederbezug in einer wunderbaren Patina. Unsere detailverliebten Fachexperten fanden selbstverständlich noch weitere kleinere Unstimmigkeiten. 

Somit gab es jetzt keine neuen Erkenntnisse für unsere Club Spezialisten, dazu wurde zu viel im Laufe der Jahre an dem Fahrzeug verändert. Dennoch hat es allen sehr viel Spaß bereitet und wir sind dem Mercedes-Benz-Museum für dieses kleine Event sehr dankbar. Das Mercedes-Benz-Museum ist für uns viel mehr als eine Sammlung von Exponaten. Es ist fast unmöglich, das Museum zu verlassen, ohne während des Besuchs irgendwelche Informationen mitzunehmen oder Einsichten gewonnen zu haben. Diese Art von persönlichen Erinnerungen, die in einem Museum entstehen, verfallen nicht. Schön war’s. 

Markus Reinhart

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