07. Oldtimertreffen in Winsen (Aller)

Der Winser Heimatverein als Veranstalter konnte sich über gutes Wetter mit reichlich Sonnenschein und dadurch äußerst regen Besuch von Teilnehmern und Zuschauern am Sonntag, den 27. September 2015, freuen.
Mitveranstalter Mario Thimm schätzte gegen 14:00 Uhr die Zahl der Autos im Alter von knapp 30 bis 100 Jahren auf weit über 400, und bei den 2- wie 3-rädrigen Gefährten kamen noch einmal mehr als 50 Fahrzeuge hinzu.
Günther Wede vom durchführenden Motor-Sport-Club Celle von 1926 e. V. sah für künftige Veranstaltungen in den nächsten Jahren schon echte Kapazitätsprobleme voraus und durfte mich gleich als Neumitglied in seinem Verein begrüßen.
Für nur zwei Euro Eintritt konnten die Besucher Automobilgeschichte der Vor- und Nachkriegszeit Revue passieren lassen und mit den Fahrzeugeignern interessante Gespräche über ihre Lieblinge auf Rädern führen.
Das Spektrum der teilnehmenden Fahrzeugmarken war breit gefächert und reichte von Austin bis Zündapp.
Neben dem guten Stern war auch die Marke NSU zahlreich mit 2- und 4-rädrigen Exponaten vertreten, wie mein Nachbar zur Rechten auf dem Kalandhof und das im landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzte Fahrrad mit Milchkannen und Melkschemel bewiesen.
Von 11 bis 16 Uhr war das offizielle Zeitfenster für die Besucher geöffnet, die Teilnehmer reisten teils erheblich früher an und als ich kurz vor 10 Uhr in den Museumshof einbog, bekam ich noch einen der letzten Plätze vor der Kaldandstube voll in der Sonne und mit Sonnenblume über der Frontscheibe ohne die Gefahr von Eicheleinschlägen.
Unser 190 SL-Club war vertreten durch Friedhelm Burghardt, Frank Erbeck, Gerd Gödecke, Gerd Grunke, Hans-Jürgen Häveker, Rainer Martens, Wolfgang Peter, Wolfgang Reese, Michael Sternberg, unser Neumitglied Thomas Meinusch und meine Wenigkeit.
Der auf dem Flyer erwähnte Teilemarkt aus dem Kofferraum war hier beim und neben dem 300er Adenauer von den Teilen her besonders interessant, gab es dort doch auch einen Stern für die Bugverzierung von 190 & 300 SL.
Ein bei uns äußerst seltener Moskwitsch 2140, der ab 1976 gebaut, aber nicht in die BRD geliefert wurde, war ebenfalls zu sehen, die Firma produzierte ab 1930 bei Moskau Autos, erst Kopien z. B. des Opel Kadett und ab 1956 eigene Modelle.
Das BMW-Wehrmachtsgespann vom Typ R75 war ähnlich perfekt restauriert wie der VW Schwimmwagen.

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Auf der zum Schluss noch dazu geöffneten Wiese war als Farbtupfer das rote W111 Cabriolet unterm Apfelbaum auszumachen.

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Ganz besonders gut gefiel mir der hervorragend restaurierte gelbe Porsche 356B, der bei der 1998er Ausgabe der Rallye Monte Carlo für ehemalige Teilnehmerfahrzeugtypen mitgefahren war.
An’s Ende des Artikels möchte ich das rührend fertig gemachte T1 Bulli Wohnwagengespann aus Peine stellen, welches bis ins letzte Detail die Atmosphäre der 50/60er Jahre auslebt.

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Allen Verantwortlichen sei Dank für diesen schönen Tag auf dem Museumshof in Winsen, wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe 2016 bei hoffentlich ebenso gutem Wetter.