Retro Classics Stuttgart 2017

Die RETRO CLASSICS in Stuttgart konnte vom 2. bis 5. März wieder mit neuen Rekordzahlen punkten.

Mehr als 90.000 Besucher, 1.600 Aussteller und über 800 Journalisten aus aller Welt besuchten die Messe, deren Verkehrsanbindung im Vergleich mit Essen als regelrecht erholsam anzusehen ist.
Für 2018 dürfen wir uns auf zusätzliche 14.600 m2 in der neuen Halle 10 freuen, womit dann eine Gesamtausstellungsfläche von 130.000 m2 erreicht wird.
Aber auch schon in 2017 waren wir sehr zufrieden, sowohl was die Quantität und ganz besonders die Qualität der Besucherströme angeht.

Selten nur kamen Fragen wie „was kost´n der?“, 190 SL spezifische Nachfragen dagegen waren die Regel und unser Fachwissen oft gefordert.

Beim Blick über den 190 SL Tellerrand fanden sich natürlich auch sehr viele schöne andere Modelle, wie zum Beispiel der Stanguellini 1100 Sport aus dem Baujahr 1947 bei der Sonderausstellung im Atrium, der durch ein äußerst extravagantes Design glänzte (Bild 1).

Besonders begeistern konnte mich auch in diesem Jahr wieder der Stand von FSP, der das Thema Original und Fälschung am Beispiel eines Porsche Carrera RS im Form von Röntgen, Ultraschall und beschädigungsfreier Prüfung in 2 Stunden abarbeitete (Bild 2).

Thomas Rupf hatte diesmal unter anderem einen herrlich originalen PACKARD von 1929 mitgebracht, zu sehen auf Bild 3, der eine unglaublich authentische Anmutung ausstrahlte.

Die Marke mit dem Stern war natürlich auch vertreten, bei Arabella Classic Cars mit der seltenen Heckmotorvariante in Form des Mercedes-Benz 130 H von 1934 (Bild 4).

Das Heck war noch bei einem anderen Fahrzeug interessant, nämlich bei der Lancia Flaminia der ersten Serie aus dem Baujahr 1957 mit zwei Heckscheibenwischern auf dem Standareal von SILVAUTO in Halle 4 (Bild 5).

So ein Renntransporter vom Typ 0319 wie hier für Teambucton Classic auf Bild 6 im Einsatz, könnte mir auch gefallen, wäre da nicht die Motorgeräuschkulisse hinterm Lenkrad.

Die Kunst kam auch zu ihrem Recht wie Bild 7 mit dem Bild des 300 SL Flügeltürers (Bild im Bild sozusagen!) eindrucksvoll beweist.

Mein ganz besonderer Liebling war diesmal ein Kleinwagen und zwar der Rovin D2 Roadster von 1949, ein liebenswürdiges kleines Automobil, nur 700 mal gebaut, von dem es heute nur noch ein paar Exemplare gibt (Bild 8).

Den totalen Gegensatz hierzu bildete die große extra für Papst Johannes den 23. gebaute Fiat 2100 Staatslimousine, die mit ihre hohen Dachlinie und den Panoramafenstern seitlich im Fondbereich schon sehr majestätisch daher kam (Bild 9).

Auf dem Clubstand der Borgward Freunde Stuttgart in Halle 5 fühlte man sich in die 50er Jahre zurückversetzt und das Jubiläum „60 Jahre Isabella Coupe` passte natürlich ganz prima in Bild 10.

Der private Fahrzeugverkauf lief wie geschmiert, bei den höher-und hochpreisigen Modellen sah man jedoch  weniger VERKAUFT-Schilder als in den vergangenen Jahren, anscheinend ist der Markt momentan doch relativ gesättigt, Bild 11 mit dem verkauften 190 SL ist da eher die Ausnahme von der Regel.

Ich denke dieser Trend, der auch in Paris schon zu beobachten war, wird sich in Essen fortsetzen-mal sehen!

In 2018 wird Essen auf mich verzichten müssen, denn da ich wegen der Termingleichheit wählen muss, entscheide ich mich auf jeden Fall für Stuttgart.

Wir sehen uns im nächsten Jahr, also vom 22.-25. März auf der RETRO CLASSICS, dann das erste Mal mit der neuen Halle 10.

Bis dahin wünscht Euch eine unfall-und pannenfreie, wie erfolgreiche und möglichst sonnige Saison.

Wilfried Steer